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ARGE grenzen erzaehlen wurde 2003 gegründet und beschäftigt sich mit grenzübergreifenden Forschungs- und Kulturprojekten zur Geschichte von Frauen in Europa.

Entlang biographischer Erzählungen von Frauen verschiedener Generationen und mit unterschiedlicher ethnischer, sozialer oder religiöser Zugehörigkeit fragen wir, auf welche Weise Individuen und Kollektive Identitäten verhandeln und welche Rollenbilder innerhalb der Generationen weitergegeben oder revidiert werden. Und wir interessieren uns für die Lernfähigkeit von Mehrheitsgesellschaften im Zusammenleben mit ethnischen Minderheiten, dafür, was und wie wir von und miteinander lernen wollen.

Wir arbeiten multiperspektivisch zu Geschichte und Geschichten europäischer Nachbarschaft und visualisieren sozial- und geisteswissenschaftlich gestützte Forschungsergebnisse für eine internationale Öffentlichkeit. Lebensgeschichtliche Erzählungen – vorwiegend von Frauen – werden in Buchpublikationen, Ausstellungen und vor allem als Filmdokumentationen veröffentlicht. Grundsätzlich sind Publikationen der ARGE grenzen erzaehlen mehrsprachig. Sie stellen damit nicht nur Erzählungen und Erfahrungen grenzübergreifend einander gegenüber, sondern geben auch der Vielfalt europäischer sprachlicher Ausdrucksweise Raum. Hürden gegenseitigen Verstehens werden bewusst erfahrbar und damit reflektierbar gemacht.

Über die Vielfalt der einzelnen Lebensgeschichten nähern wir uns einander und werden auf uns selbst zurückgeworfen. Momentweise lassen sich größere Zusammenhänge erahnen. Ein Mosaik aus Erzählungen, das sich nicht herausnimmt, ein Ganzes analysieren zu wollen. Wer vermag auch jemals das Ganze zu verstehen?

 

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