Videoproduktion

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Frauen-Leben an der Grenze

Subjektiv zentrale Ereignisse innerhalb des Lebens von 11 älteren Frauen und vier älterer Männer diesseits und jenseits der Grenze werden aus gefilmten Interviews herausgearbeitet und einander gegenübergestellt. Der gesamte Film wird abwechselnd tschechisch und deutsch untertitelt, damit er auf beiden Seiten der Grenze verstanden wird. Dies soll ein Versuch sein, die Geschichten, die als oral history bestehen, mit rezentem und historischem Fotomaterial zu verknüpfen und einem öffenlichen Diskurs zu stellen.

Projektziel ist Präsentation des Filmes entlang der österreischicht-tschechischen Grenze, sowie in Wien und in Brno als den größten Ballungszentren der Region. Hier soll einermöglichst breiten Öffentlichkeit der Zugang zur Geschichte und den Geschichten der österreichisch-tschechischen Nachbarschaft ermöglicht werden.

Wir verstehen den beantragten Dokumentarfilm bereits als eine mögliche Maßnahme Frauengeschichte und Geschichten von Frauen sichtbar zu machen und ihnen eine Zugang zu Öffentlichkeit und Dokumentation zu verschaffen. Die Erzählenden spinnen den Faden der Erinnerung fort, wodurch ein Raum des Zuhörens, des Diskurses eröffnet wird, der respektvolles Verstehen ermöglicht. Indem wir den ältesten Frauen Gehör schenken und das Gehörte zeigen, machen wir Privates öffentlich.

Der Film stellt einen Versuch dar, Vermischung, Überlagerung und Überschneidung von Sprachräumen, Lebensgeschichten, Identitäten in sensibler Form visuell zur Umsetzung zu bringen und für das Publikum nachvollziehbar zu machen und auf die hybride Situation in den Grenzregionen aufmerksam zu machen.

Als Veranstaltungsorte haben wir die Grenzorte Poysdorf, Retz, Suchohrdly bei Znojmo und Bulhary bei Mikulov vorgesehen. In Wien sind das Institut für interdisziplinäre Forschung und Fortbildung und das Institut für Ethnologie an der Universität Wien in Diskussion. Es besteht die Möglichkeit den Film im Rahmen der Ausstellung “Geschichte und Geschichten der Nachbarschaft“ zu zeigen.

Metaziel ist es, mit dem Videofilm einen Beitrag zum öffentlichen Diskurs zu leisten, der die Angst- und vorurteilsfreie Kommunikation zwischen den BewohnerInnen der beiden benachbarten Staaten fördert.

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Tina Hochkogler – Filmschaffende und Grafik-Designerin
Biografische Daten / Videos / Ausstellungen

Austria *1967
lebt und arbeitet in Wien

Fördergeber des aktuellen Projekts POST 41

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Österreichischer Nationalfonds für die Opfer des Nationalsozialismus


Zukunftsfonds der Republik Österreich


Stadt Wien – Kultur


Stadt Wien – Europa und Internationales


Wiener Städtische Versicherungs AG


Österreichisches Kulturforum in Warschau