Hidden Stories

lin
linkicon http://mothers-daughters-dialogue.eu/lin

Hidden stories: Ein transnationales Projekt zu Frauenbiographien

Biographisches Erzählen als grenzen- und generationenüberschreitende Lehr- und Lernmethode in der Erwachsenenbildung – Erfahrungen aus der GrundtvigLernpartnerschaft „Impulse 50+“

lin

Ausgangssituation und Ziele

Sieben Bildungseinrichtungen in Schweden, Deutschland, Polen, der Tschechische Republik, Österreich, der Slowakei und der Türkei bilden von August 2009 bis Juli 2011, quer durch Europa, ein transnationales Team. Dieses Team sucht als „GrundtvigLernpartnerschaft“ Wege, biographisches Erzählen in die Erwachsenenbildungsarbeit mit unterschiedlichen Zielgruppen im jeweiligen Partnerland einzubinden. In das Projekt sind Lehrende und Lernende der Bildungsinstitutionen einbezogen. Als Ergebnis der gemeinsamen Arbeit wird ein Buch mit Ausschnitten aus biographischen Erzählungen von Frauen zweier Generationen publiziert, das die Lernergebnisse der Partnerschaft veranschaulicht.

Übergeordnetes Ziel ist es, Wissen und Erfahrung der älteren Frauengeneration von etwa Fünfzigjähringen sichtbar zu machen und in den Dialog mit der jüngeren Generation von rund dreißigjährigen Frauen zu stellen.

lin

Die Bildungseinrichtungen und ihre Zielgruppen

Die teilnehmenden Einrichtungen sind im Bereich der Erwachsenenbildung auf lokaler und regionaler Ebene tätig. Sie bieten interkulturelle Veranstaltungen und Trainings für MultiplikatorInnen und KursleiterInnen an. Sie arbeiten zu historisch-kulturellen Schwerpunkten, Genderthemen, Frauenförderung und zur Stärkung kultureller Identitäten. Einige Institutionen begleiten SeniorInnen, MigrantInnen und Eltern von Kindern mit körperlichen oder intellektuellen Einschränkungen. Einige arbeiten mit Menschen in sozialökonomisch benachteiligten Gebieten. Die Lernenden gehören oft unterschiedlichen ethnisch-sozialen Gruppen an.

lin

Methoden

Erzählen, zuhören und reflektieren

Sechs Projektmeetings in jeweils einer anderen Partnerstadt werden aus Mitteln der EU gefördert. Während der ersten Meetings machen sich die Lehrenden der Bildungseinrichtungen mit Theorie und Praxis des biographischen Erzählens vertraut. In der Zeit zwischen den Meetings werden die gelernten Methoden angewandt. Jede Partnereinrichtung führt biographische Interviews mit Lernenden durch und moderiert Erzählkreise mit ihren Zielgruppen. Dabei wird auf generationsübergreifende Zusammensetzung der Erzählkreise geachtet. Biographisches Erzählen wird zum Beispiel in Gruppenbildungsprozessen und zur Stärkung marginalisierter Gruppen eingesetzt.

In weiteren Projektmeetings berichten die PartnerInnen ihre Interviewerfahrungen und reflektierten die eigene Rolle als InterviewerIn. Wann ist es schwierig gewesen, in der Rolle der Zuhörerin zu bleiben? Kam plötzlich eigene Betroffenheit mit ins Spiel? Diskutiert werden auch die Inhalte der Interviews und Geschichten der jüngeren mit jenen der älteren Generation verglichen. Wie war es für die damals 30-Jährigen in den späten Siebzigern und in den Achtzigern gewesen? Worin unterschieden sich Männer-, Frauen- und Familienbilder? Welche Auswirkungen hatten die verschiedenen politischen Systeme auf das Leben der interviewten Frauen? In welchen Ländern nahm die Frauenbewegung der Siebzigerjahre Einfluss auf das Leben der Frauen?

lin

Das Erzählte festhalten: von der gesprochenen zur geschriebenen Sprache

In Schreibworkshops und Diskussion während der Projektmeetings werden Methoden der Verschriftung von biographischen Erzählungen erarbeitet, unterschiedlichen Stilen wird Raum gegeben, von wortwörtlichen Tonbandabschriften bis zur Entwicklung eigenständiger Geschichten. Das Erlernte wird in der Arbeit mit den Zielgruppen weiterentwickelt. Sprachen und Dialekte stehen wertfrei nebeneinander.

lin

Hidden stories – Lebensgeschichten in sieben Sprachen

Aus der Lernpartnerschaft entstand das Buch „Hidden stories: Female life paths across Europe“, in dem vierzehn während der Projektlaufzeit durchgeführte Interviews verschriftet und redaktionell bearbeitet wurden. Zwei Generationen von Frauen aus sieben Ländern erzählen aus ihrem Leben. Das Buch ist ein interkulturelles Produkt, das die Schengengrenzen durchbricht. Es bildet die sprachliche Vielfalt Europas ab, denn die Interviews sind in den Originalsprachen wiedergegeben. Für die meisten LeserInnen sind damit nur einzelne Kapitel verständlich. Manches ist also mit vertrauter Zunge, manches mit fremder wiedergegeben. Europäisch eben.

lin

Publikation

Angelika Brechelmacher, Margit Březnová, Mária Chaloupková, Aykut Erarslan, Maria Goldstein, Anette Kindahl, Bronislava Milinková, Małgorzata Uptas, Rita Zaltsman (Ed.) (2011): Hidden stories: Female life paths across Europe. Wien: Verlag grenzen erzaehlen.

ZUR PUBLIKATION

ISBN 978-3-200-02275-1

Grundtvig-Lernpartnerschaft:

  • Institut für interkulturelle Kompetenz (IIK) e.V., Reutlingen
  • Norrköping Stadsmuseum, Norrköping
  • Obszary Kultury, Łódź
  • Český svaz žen, Brno
  • Združenie žien Slovenska, Bratislava
  • Çiğli Sosyal Yardımlaşma ve Dayanışma Vakfı, Izmir
  • Institut für Wissenschaftskommunikation und Hochschulforschung an der Universität Klagenfurt, Standort Wien (Projektkoordination)

Die Lernpartnerschaft wurde gefördert von  Lifelong Learning Programme (logo)

Autorin und Koordinatorin der Lernpartnerschaft: Dr.in Angelika Brechelmacher, angelika.brechelmacher@uni-klu.ac.at, Institut für Wissenschaftskommunikation und  Hochschulforschung an der Universität Klagenfurt, Standort Wien

Graphische Umsetzung: Mag.a Petra Lepschi, Wien
lin

linkicon  Projektpartner

Institut für Wissenschaftskommunikation und Hochschulforschung /
an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Graz, Wien /Austria
Dr.Angelika Brechelmacher
Schottenfeldgasse 29
1070 Vienna
Email: angelika.brechelmacher@uni-klu.ac.at
Internet: www.uni-klu.ac.at/wiho

Institut für interkulturelle Kompetenz (IIK) e.V. / Germany
Institute for Intercultural Competence
Rita Zaltsman, PhD
Augsburgerstr. 15
72760 Reutlingen
Email: iik_info@yahoo.de
Internet: www.iik-online.eu

Norrköpings stadsmuseum / Sweden
Norrköpings City Museum
Anette Kindahl
Västgötegatan 19-21
60221 Norrköping
Email: Anette.kindahl@norrkoping.se
Internet: http://www.norrkoping.se/kultur-fritid/museer/stadsmuseum/

Český svaz žen, jihomoravská krajská organizace / Czech Republic
Women’s Union of the Czech Republic
Mgr.Margit Březnová / RNDr. Bronislava Milinková
Řehořova 5
61800 Brno
Email: margitmarch@volny.cz
Internet: www.volny.cz/jihomoravsky.csz

Obszary Kultury / Poland
Culture Models
Mag.Maria Goldstein
Krzemieniecka 2a
94-030 Lodz
Email: mgold@math.uni.lodz.pl
Internet: www.pos.lodz.pl

Združenie žien Slovenska / Slovakia
Women’s Union of Slovakia
Dr.Maria Chaloupkova
Safarikovo nam. 4
81104 Bratislava
Email: maria.chaloupkova@gmail.com
Internet: www.zzs.sk

Çiğli Sosyal Yardımlaşma ve Dayanışma Vakfı / Turkey
Cigli Foundation for Social Aid and Solidarity
Aykut Erarslan
Sosyal Yardimlasma ve Dayanisma Vakfi, Cigli Kaymakamligi K5 N0:514 Cigli
35590 Izmir
Email: aykute@hotmail.com
Internet: www.cigli.gov.tr

 

Fördergeber des aktuellen Projekts POST 41

POST41 has been funded with support from the European Commission. This publication [communication] reflects the views only of the author, and the Commission cannot be held responsible for any use which may be made of the information contained therein.


European Commission – EACEA Education, Audiovisual and Culture

Executive Agency/ Europe for Citizens Programme/ Action 4 - Active

European Remembrance


Bundeskanzleramt Kultur und Kunst - European Citizen Point


RD Foundation Vienna Research, Development and Human Rights


Österreichischer Nationalfonds für die Opfer des Nationalsozialismus


Zukunftsfonds der Republik Österreich


Stadt Wien – Kultur


Stadt Wien – Europa und Internationales


Wiener Städtische Versicherungs AG


Österreichisches Kulturforum in Warschau